Die Anwendung der statistische Versuchsplanung in Six Sigma-Programmen


 

SixSigma Programme gewinnen in den letzte Jahren eine immer größere Bedeutung zur weiteren Verbesserung der Qualitätsstrategien in den Unternehmen. In den folgenden Ausführungen soll auf die spezielle Bedeutung der Statistischen Versuchsplanung eingegangen werden.

 

„Erfahrungen von ABB, Motorola, GE, Allied Signal und anderen Six-Sigma Unternehmen haben gezeigt, dass faktorielle Versuche das schlagkräftigste und am häufigsten angewandte Werkzeug in Six-Sigma – Verbesserungs­projekten sind, sei es in Bezug auf Variation, Durchlaufzeit, Nutzungsgrad und Design. Es erkennt mühelos Verbesserungsmöglichkeiten mit hohem Potential und in Gebieten, wo andere Werkzeuge kaum anwendbar sind.

 [i] [ii]

Die statistische Versuchsplanung, die erstmals 1920 vom englischen Wissenschaftler R. A. Fischer in der Agrarindustrie angewendet wurde, blieb auch mit einer Vielzahl von Weiterentwicklungen z.B. durch Box und Taguchi bis in die neunziger Jahre ein „Expertenwerkzeug“.

 

Aber mit den Six-Sigma-Programmen entdeckte auch das Top-Management die Versuchsplanung als sehr effizientes Werkzeug und forcierte das Training, das zu einer breiten Anwendung dieser Methoden führte.

 

Nutzung von Statistiksoftware

Ohne die Unterstützung geeigneter Software ist es nicht möglich die Versuchsplanung effizient einzusetzen. Die Software STATGRAPHICS® ist hierfür gut geeignet und ermöglicht die Auswertung unterschiedlichster Versuchspläne, so z.B.:

 

·        Faktorielle Versuchspläne mit bis zu 16 Einfluß- und Zielgrößen

·        Pläne zweiter Ordnung („für quadratische Modelle“) mit bis zu 9 Einflussgrößen

·        Teilfaktorpläne

·        Mixture - Pläne

·        D - optimale Pläne

·        Taguchi - Versuchspläne

·        sowie einer Vielzahl von speziellen Versuchsplänen

 

 



[i] Motorola als Pionier von Six-Sigma-Programmen.

[ii] Kjell Magnusson; Dag Kroslid; Bo Bergmann

Six Sigma umsetzen – Die neue Qualitätsstrategie für Unternehmen - Carl Hanser Verlag München; 2001